Auswahl Linuxsystem für Netbook

So nun soll es losgehen, von Windows XP-SP3 mit MS-Office geht es auf ein Linux-System, da ich glaube es geht auch ohne Windows. Auf dem Netbook (Acer Aspire One – A110L) ist Linux schneller und flexibler als Windows. Begleitet mich auf dem Weg des Umzugs von meinem Windows Notebook auf mein Linux Netbook.

Die Auswahl
Ich kam zu dem Schluss, dass das Linpus Lite auf dem AAO nicht ganz meinen Vorstellungen in Bezug auf Offenheit und Software pflege entsprach. Auch im Erweiterten Modus der Oberfläche fand ich mich zu eingeengt.

Dann habe ich mal versucht die Desktopumgebungen (also das Bildschirm aussehen) zu betrachten. Hier gibt es primär aktuell 3 Desktops Varianten:

  • KDE (Version KDE 3.x und KDE 4) beide sind in Richtung  Windows-Oberfläche angelehnt (KDE 4 in Richtung Windows Vista) und recht Ressourcenhungrig. Für das Netbook nicht geeignet.
  • GNOME ist einfacher aber sehr hübsch und aufgeräumt. Die Anforderungen an die Hardware sind bescheidener als bei KDE.
  • Xfce ist eine sehr einfache Oberfläche und eigentlich optimal für leistungsärmere Netbooks. Hier gibt es keine 3D-Animationen beim Task-Wechsel, aber einige Feinheiten gibt es schon.

Einige Linux-Distribututionen kenne ich schon aus der Vergangenheit, einige sind mir neu. Ich habe einen Test gefunden, mit dessen Hilfe man schnell die “möglichen” Linux-Distributionen für sich selbst herausbekommen kann. Ihr findet ihn unter: http://www.zegeniestudios.net. Aber nun zu den Versionen, welche mich jetzt interessieren:

  • OpenSUSE (läuft zuverlässig auf meinem File-Server) ist mir zu mächtig für das Netbook.
  • UBUNTU finde ich schön und vor allem aufgeräumt und übersichtlich.
  • UBUNTU Netbook REMIX ist eine Ubuntu-Erweiterung für kleine Bildschirme mit so einem richtigen “Schnukkelfaktor”. Mit dem schwarzen Hintergrund ist es aber für Blendungen bei dem AAO-Glossy-Display nicht so recht geeignet.
  • KNOPPIX war schon häufiger meine “Notfall-CD”, finde ich für ein Netbook zu mächtig.
  • KUBUNTU und XUBUNTU sind UBUNTU-Versionen mit KDE oder XFce Oberfläche.
  • Es gibt noch Fedora (Xfce-Oberfläche) und Mandriva (Gnome oder KDE) , zwei allgemein bekannte und mir völlig unbekannte Versionen.

Die Boot-CD
So nun wollte ich mal ein wenig rumprobieren.
Ins Internet gehen und ein ISO-Image einer Distribution runterladen und auf CD/DVD brennen kenne ich schon, aber der Acer Aspire One (AAO) hat kein CD-Laufwerk und ein externes CD-Laufwerk mit USB-Anschluß ist mir zu teuer.

Das muss doch auch über USB-Sticks gehen.

In der c’t 17/2008 steht auf Seite 186 der Artikel “Meeehrweeert”, in dem Funktionen für den EEE-PC beschreiben werden. Hier wird das Tool Unetbootin erwähnt, welches fertige Linux-Live-Systeme direkt auf USB-Sticks runterladen kann. Wie es geht könnt Ihr hier lesen

Das Live-System
Dann den AAO neu starten und beim Boot-Screen die F12-Taste drücken, dann den USB-Stick (2. Eintrag) als Boot-Medium auswählen und schon startet die Linux-Distribution.

Die Oberfläche zeigt die obere und untere (Menü-) Leiste, und die Links auf den persönlichen Ordner (home-Verzeichnis des Benutzers), das Dateisystem (Hauptverzeichnis “/”) und (wenn beim booten vorhanden) die SD-Karte des linken SD-Kartenschachtes. Zusätzlich ist noch der obligatorische Papierkorb vorhanden.

Wichtig zur Installation ist das Icon “Installation”

So nun schnell die Funktionstasten des AAO durchtesten:

Key / Taste Funktion Ergebnis
[Fn] + [<]
[Fn] + [>]
Bildschirmhelligkeit rauf / runter funktioniert
[Fn] + [^]
[Fn] + [v]
Lautsprecher lauter / leiser funktioniert
[Fn] + [Bild ^]
[Fn] + [Bild v]
Pos1 / Ende funktioniert
[Fn] + [Rol v]
[Fn] + [Num v]
[v]
Rollen / Numeric / Caps Lock funktioniert
[Fn] + [F8] Lautsprecher an / aus funktioniert
[Fn] + [F7] Touchpad an / aus funktioniet
[Fn] + [F6] Monitorbeleuchtung aus funktioniert
[Fn] + [F5] externer Bildschirm an VGA
[Fn] + [F4] Stand-By Mode funktioniert
[HAUS] Startmenü
Touchpad Scrollen horizontal / Vertikal funktioniert
WLAN-Schalter Schaltet WLAN au/aus mit gelber LED

Ich war überrascht, dass doch so viele Funktionen sofort funktionieren.

In keiner Distribution lief WLAN auf anbieh und der rechte Kartenleser blieb meist auch tot. Alles andere funktionierte eigentlich. Gute Voraussetzungen für einen Start mit Linux.

Wie es weiter geht und welches Linux ich nun nehme, könnt Ihr im Log nachschlagen oder in der Zusammenfassung hier nachlesen.

Xubuntu ist übersichtlich und klar, kann aber nicht mit Samba-Freigaben auf anderen Rechnern im Netz umgehen. Die Work-arounds für den Samba-Zugriff  sind für mich nicht zufriedenstellend.

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