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WLAN statt PowerLAN das lohnende Update

In einem eigenen Haus über mehrere Etage eine gute WLAN Verbindung zu bekommen, das ist nicht einfach. Vor allem, wenn man Alu-kaschierte Mineralwoll-Dämmung oder Stahlbeton-Decken hat. Metall und dicke Mauen bremsen das WLAN massiv aus. Das 2,4GHz WLAN kann nicht gut mit Feuchtigkeit umgehen, da 2,4GHz die Eigenresonanzfrequenz von Wasser ist.

So auch bei mir, als ich 2015 mein Büro im Spitzboden einrichtete. Die Decke vom EG ins OG ist Alu-kaschiert Dämmwolle. Da kommt kein WLAN nach oben. Das WLAN des (damaligen – 2005) LinkSys-Routers reichte von der Treppenkammer nicht mal ins Wohnzimmer, geschweige denn in den Garten. Damals habe ich dann einen WLAN-Repeater eingesetzt um zumindest das Erdgeschoß besseres WLAN zu haben.
TV über WLAN hat man damals noch nicht geschaut.

Mit dem Update auf die FritzBox 7360 habe ich dann PowerLAN mit dem 500MBit von Fritz ausprobiert, besser, aber noch nicht optimal. Als dann vor 5 Jahren der Update auf die FritzBox 7530 anstand, habe ich mir die FritzExtender WLAN-Antennen dazugekauft und bin auf PowerLAN 1200 umgestiegen, damit ich im Büro im Spitzboden arbeiten kann. 

Zum Einsatz kamen am Ende 5 x PowerLAN-Adapter (1000, 1240 bis 1260E), auch um das Smarthome mit HomeAssistant im Garten zu versorgen.
Schon der PowerLAN Injektoren musste sein Signal über den Sicherungskasten weitergeben, da kamen vom Router zum Wohnzimmer (Kabellänge ca. 20m auf gleicher Phase) immerhin bis zu 380Mbit zustande. Ins Obergeschoß waren es dann gute 100MBit mit einem weiteren Sicherungskasten dazwischen. Im Spitzboden mit einem weiteren Sicherungskasten kamen nur noch knapp 70Mbit an.

Die Nutzung der selben Phase im ganzen Haus bringt hier schon Vorteile, aber die Länge und die Sicherungen dazwischen bremsen das massiv aus. Da das Haus aus den 1990er ist, sind auch alle Kabel noch über die Wanddosen in den Räumen (im EG) verteilt und nicht direkt am Sicherungskasten aufgelegt.

Im Spitzboden hängen alle Geräte per LAN-Kabel an einem Switch und dieser am PowerLAN Adapter. Wollte ich aus dem Wohnzimmer in den Spitzboden eine Datei kopieren, kam ich (nach Messung mit LAN Speed Test auf MacOS und Dateigrößen zwischen 1kB und 4MB) auf ca. 7,7MBit/s senden und 11,6MBit/s empfangen.

PowerLAN Messung

 

Der Test mit 4MB großen Dateien alleine brachte in beide Richtungen ca. 6,5Mbit/s, also 0,81MByte/s. Das ist eher Diskettengeschwindigkeit aus den 90er Jahren.

Arbeiten mit Teams und Co geht noch so, aber schnell ist was anderes.

 

 

 

 

Der Frust konnte durch weitere PowerLAN Adapter nicht verbessert werden, also fragte ich die KI (Gemini) was ich tun könnte und berücksichtige dabei auch den bald kommenden Glasfaseranschluß, der die FritzBox (inzwischen eine 5690 pro) von der Treppenkammer diametral ins Wohnzimmer schieben würde. Ich nahm meinen Grundriss und markierte die Stellen für die FritzBox und gab Gemini die Information mit. Nach einigen Diskussionen und Betrachtung von Alternativen hat mir die KI 2 Empfehlungen gegeben.

a) 2 x FritzRepeater 3000, davon einen im Spitzboden und einen im Treppenhaus.

b) 2 x FritzRepeater 2700, beide an selber Position

Die Fritz 3000 sind mit Stecker-Netzteil und Kabel, wodurch diese etwas freier positioniert und ausgerichtet werden können und diese können den Netztraffic für das Gerät am weitesten entfernten Punkt über einen separaten Kanal liefern, was das 2,4GHz und 5GHz WLAN nicht belastet, senden.

Leider mag meine Frau (und ich auch) es nicht, wenn das WLAN zwar gut ist, aber Geräte andauern im Sichtbereich sind.

Kommen wir nun also zum FritzRepeater 2700, der hat zwar dieses untereinander Kommunizieren nicht, dafür aber den WIFI 7 Standard und ist im WLAN schneller, passt auch optimal zur FritzBox 5690 pro. Nun habe ich 2 davon bestellt, ins MESH eingebunden, alle PowerLAN deaktiviert (aus der Steckdose gezogen) und nochmal gemessen.

Messung WLAN

 

 

Mit dem selben Test wie oben, komme ich (Nur 1 FritzRepeater 2700 aktiviert im Büro) nun auf einen Durchsatz von 43,06MBit/s beim senden und 67,12MBit/s beim lesen. Das ist eine Steigerung um den Faktor 8 bis 10.

 

 

 

 

Vergleiche ich nun den Stromverbrauch des PowerLAN (FritzPowerLAN 1000 = 6Watt, alle FritzPowerLAN 1240 bis 1260 je ca. 8Watt), dann kam ich mit den 5 Adaptern auf ca. 40W Grundlast, also (40W*24h*365d) 350kW pro Jahr, also rund 120€.
Die neuen FritzRepeater 2700 benötigen ohne LAN Anschluß 4,6W und mit LAN-Anschluss genutzt 5,5W. Das sind bei bei 2 FritzRepeater 2700 also im Schnitt 10W, also (10W*24h*365d) 88kW pro Jahr und somit nur knapp 30€. Eine Ersparnis von knapp 70€ bei besserem Netzwerk.